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Gerechtigkeit
auf den Strassen, fordern wir mit fester Überzeugung und sehr im ernst,
aber gleichzeitig mit Symphatie und einer guten Zeit verbringend. Die Autos
drücken uns ihre Geschwindigkeit, Prepotenz, ihre “dicke Luft“
und Gewalt auf. Deswegen wandeln wir durch unsere Beweglichkeit die täglichen
Fahrten durch die Stadt in einen Akt zivilen Ungehorsams um. Wenn wir außerdem
noch auf den Fahrrädern demonstrieren und das nackt, wandeln wir den
Ungehorsam in einen exemplaren Prostest um.
Die “Coordinación de Colectivos Ciclonudistas’’
(CCC) aus Aragón (Spanien) ruft dazu auf Juni 2008, Manifestación
Ciclonudista (weltweit Nackfahrerdemonstrationen durchzuführen).
Wir klagen an, daß unsere Strassen von Privatautos entführt worden
sind, die unsere Städte kollapsieren und zu gefährlichen und feindlichen
Orten machen. Autos töten und ihre Untastbarkeit skandaliert uns. Zuviele
Interessen der kriegfürenden multinationalen Erdöl- und Automobilkonzerne
sind auf dem Spiel, wenn dieses in Frage gestellt wird. Wir schlagen ein
Stadtmodell vor, in dem die Menschen ihren Raum wiedererlangen, die Bewegungsnotwendigkeit
reduziert wird und auf den Fußgänger (sind wir alle) und auf
umweltfreundlichere und effektivere Transportmittel gesetzt wird.
Warum das Fahrrad? Das Fahrrad ist ein für jede/n erschwingliches,
gesundes, ökologisches und lustiges städtisches Transportmittel.
Es ist eine Ikone, ein Symbol der Freiheit und ein praktisches Instrument
der sozialen Umwandlung. Keine Abgaben werden bezahlt, es verbraucht kein
Erdöl und es unterstützt weder die zerstörerische Bauwut
noch die globalen Kriege.
Warum nackt? Weil wir uns im Strassenverkehr nackt fühlen, angesichts
der Rücksichtslosigkeit der Fahrer und dem Wegschauen der Regierenden.
Mit der Nacktheit machen wir die Empfindlichkeit unserer „Karosserien“
(unseren eigenen Körper) sichtbar. Außerdem, dadurch daß
wir unseren Körper mit Natürlichkeit zeigen, brechen wir die Prüderie
auf, und enttabuisieren in Hinblick auf unser Äusseres die von der
Mode und der Gier der internationalen Textilkonzerne vorgegeben Körperideale.
Zusammengefaßt setzen wir uns dem Stadtverkehr mit unseren nackten
Körpern auf den Rädern entgegen, als beste Art unsere eigene Würde
zu verteidigen und den sozialen Kampf zu kämpfen.
Befreie
Deinen Geist und Deinen Körper! Genieße eine einzigartige Spazierfahrt
durch das Zentrum Deiner Stadt!
Runter mit den Klamotten, rauf auf´s Rad!
Gerechtigkeit auf den Strassen!
info@ciclonudista.net